Aktuelle Artikel zu Webseiten Marketing

Wiedererkennungsmerkmale von Webseiten

28. August 2007

Heute werde ich mich mal dem zuwenden, was jede Seite zu etwas Besonderen macht. Ich möchte die Bedeutung der einzigartigen Merkmale von Webseiten herausarbeiten, einige Beispiele nennen und dann Empfehlungen für die Individualisierung der eigenen Webseite geben.

Warum sind einzigartige Merkmale für eine Webseite wichtig? Diese Frage ist teilweise schon durch den Titel beantwortet. User erkennen die Webseite sofort wieder, wenn sie sie betreten. Außerdem können sie mit dem Wissen über ein einzigartigen Merkmals relativ leicht eine Webseite wiederfinden. Sie brauchen einfach nur nach einen Namen suchen. Das erste Ergebnis in der Suchmaschine ist dann die gewünschte Seite. Das ist nicht nur für Benutzer schöner, auch der Webmaster dürfte sich über den wiederkehrenden Besucher freuen.

Das wichtigste einzigartige Merkmal einer jeden Webseite ist der Name / Titel und damit die Domain. Der Name beinhaltet je nach Art der Webseite ein so genanntes Branding oder Keywords. Branding ist ein einzigartiger Name, z. B. Google™. Dazu zählen nicht Kombinationen aus Worten, z. B. „Kaninchenwelt“, weil sowohl das Wort „Kaninchen“ als auch das Wort „Welt“ existiert. Was man unter existierend versteht, darüber lässt sich streiten. Man könnte es entweder mit „Im Duden stehend“ definieren oder „Vor der Entstehung des Brandings in dem Sprachraum bekanntes Wort“. Es ist ein frei erfundener Name, also eine lose Aneinanderreihung von Buchstaben. Brandings haben bei Webmastern in letzter Zeit an Beliebtheit gewonnen. Für viele ist dieser Name die Identifikation des Webprojektes. Es ist schon wie ein Symbol, dessen Bedeutung nur Eingeweihte kennen. Viele meinen, dass es einfach „cool“ ist, das Wort zu nennen und keiner versteht, was gemeint ist. Meiner Meinung nach sollte aber deswegen nicht jede nächstbeste Seite ein Branding haben. Nur für Communities und Webseiten mit besonderen Funktionen oder wenig Inhalt sind Brandings sinnvoll. Beispiele sind Suchmaschinen, Onlinespiele-Seiten usw. Meistens können die Inhalte dieser Seiten eh nicht von den Suchmaschinen ausgelesen werden. Es reicht in diesen Fall aus, wenn die Benutzer die Internetseite über das Branding finden. Promotion muss dann aber auf anderem Weg stattfinden. Für Webseiten, die nur Informationen und keinerlei besondere Funktionen bieten, sollten Keywords ausreichen. Sie werden dann über Suchmaschinen einfach besser gefunden. Das erleichtert auch den Start. Natürlich ist eine sinnvolle Auswahl und Anordnung der Keywords zu empfehlen. „seo-affiliate-werbung.de“ klingt sicher nicht annähernd so gut wie „webseiten-marketing.net“ :-) Ersteres wird wahrscheinlich in Suchmaschinen bevorzugt, aber die Domain lässt sich dafür umso schwerer merken. Da sich Keyword-Namen schwerer merken lassen und in Suchmaschinen nicht nur genau die eine Webseite liefern, sollten diese Webseiten aber unbedingt ein anderes individuelles Kennzeichen verwenden. Für webseiten-marketing.net habe ich leider noch keins, aber in Zukunft wird sich daran noch was ändern. Ein sehr schönes Beispiel für ein alternatives Merkmal ist ein witziger oder besonderer Name des Autors. Besonders aufgefallen ist mir das bei einem Webprojekt für Chemie: http://dc2.uni-bielefeld.de/. Das ist „Prof. Blumes Bildungsserver für Chemie“. Ich finde, dass der Name „Prof. Blume“ ein individuelles Merkmal ist, das sehr einprägsam ist. Interessant ist, dass eine Suche nach dem Keyword „Blume“ seine Seite an vierter Position listet. Bei der Suche nach „Prof. Blume“ oder selbst „Dr. Blume“ ist seine Seite an erster Position. Hier zeigt sich, dass der Name des Autors auch ein individuelles Merkmal sein kann. Es liefert gute Ergebnisse, obwohl die Domain nicht gerade die schönste ist.

Auch möglich wäre ein sehr einprägsamer Slogan. Meiner Meinung nach wird dieser aber kaum zur Wiedererkennung oder zum Wiederfinden genutzt. Er verschafft der Seite nur ein gewisses Image.

Ein anderes individuelles Merkmal ist das Logo. Meiner Meinung nach ist es für die Seite selber weniger sinnvoll. In Sachen Wiedererkennung kann es kaum helfen. Mir geht es jedenfalls immer so, dass ich mir die Domain und nicht das Logo einer Seite merke. Warum auch? Um sie wiederzufinden hilft mir das Logo recht wenig. In Suchmaschinen ist die Logosuche wenig erfolgreich. Ein Logo für die Seite selbst hilft dem Benutzer maximal in den Favoriten. Dafür nützt das Logo aber umso mehr für Funktionen. Ein Beispiel hierfür ist der RSS Feed. Er wird durch das entsprechende Logo dargestellt. Dadurch erkennen Benutzer sofort, was gemeint ist. Das ist besonders hilfreich und verbessert die intuitive Benutzung der Webseite. Daher sollte man den Webmastern auch Logos für das Einbinden der Funktion in die eigene Webseite anbieten. Das Logo lässt sich umso leichter wiedererkennen und einprägen, je abstrakter und detailarmer es ist. Meiner Meinung nach muss es auch nicht so den tieferen Sinn haben – Hauptsache es ist kennzeichnend. Außerdem sollte es sehr stark skalierbar sein. Auch in einem sehr kleinem Format (z. B 12×12 Pixel) sollte man es wiedererkennen. Deshalb sind hier Vektorgrafiken am besten geeignet.

Das Design der Webseite ist ein meistens individuelles Merkmal, es werden Templates auch mehrfach verwendet. Meiner Meinung machen sich die meisten viel zu viele Gedanken um das Design der Seite. Als Wiedererkennungsmerkmal ist es vielleicht noch zu gebrauchen, aber zum Wiederfinden der Seite trägt es nicht bei. Die viele Zeit (und damit Geld) für das Design könnte effektiver in die Findung eines textbasierenden Wiedererkennungsmerkmals gesteckt werden. Das würde dann auch in Sachen SEO weiterhelfen. Es gibt auch freie Templates, die gut aussehen. Dieses kann in der Regel mit ein paar Eingriffen auch ausreichend individualisiert werden. Den Benutzern ist es meistens eh nicht so wichtig, wie die Seite aussieht. Solange die Inhalte stimmen, reicht ein guter erster Eindruck aus. Wichtig ist aber, dass das Design, wenn möglich, nicht gewechselt werden sollte. Wiederkehrende Besucher könnten sich sonst auf der Seite unwohl und fremd fühlen. Für diese ist das Design nach gewisser Zeit eine Identifikation für die Seite. Falls man doch mal unbedingt das Layout wechseln will, sollte man zumindest das Grundgerüst gleich lassen. Die Navigation sollte an derselben Stelle stehen und die allgemeine Organisation sollte gleich bleiben. Sonst finden sich „wiederkehrende“ User auf der „neuen“ Seite nicht mehr zurecht.

Letztendlich können auch der Inhalt oder die Funktionen selbst ein gewisses Wiedererkennungsmerkmal sein. Wenn nicht schon vorhanden, dann entstehen aber nach gewisser Zeit Seiten mit ähnlichen Inhalten / Funktionen. Dadurch ist dieses Merkmal weniger individuell. In Suchmaschinen wird dann auch die Konkurrenz mit angezeigt.

Soweit zu diesen Thema. Zusammenfassend könnte man sagen, das jede Seite zumindest ein kennzeichnendes Wiedererkennungsmerkmal haben sollte, um sich von der Konkurrenz unterscheiden zu können. Nur so finden interessierte neue Benutzer wieder zurück.

E-Commerce-Plugin für Wordpress

27. August 2007

Durch einen Artikel auf lopsta.com bin ich auf ein E-Commerce Plugin für Wordpress aufmerksam geworden. Damit ist es auf relativ einfache Weise möglich, ein Onlineshop einzurichten. Auf expertinnen-web.de habe ich dann darauf einen Bericht zu diesem Plugin gefunden. Demnach soll es eines der besten in diesen Bereich sein.

Ein Onlineshop für Wordpress ist meiner Meinung gar keine so schlechte Idee. Irgendwelche Produkte, die zum Thema passen, lassen sich immer finden. Dabei muss man einfach nur an die Bedürfnisse der Zielgruppe denken. Für die Zielgruppe Webmaster eignen sich zum Beispiel HTML Editoren, Webdesign-Software usw. Ein gewisser Grundbedarf ist immer da. Für den kleinen Nebenverdienst sollte der auf jeden Fall reichen.

Meiner Meinung nach ist es für Benutzer auch angenehmer, über ein Blog zu kaufen. Der User kennt den Autor und die Seite schon ziemlich gut. Er weiß, dass der Shop keine Eintagsfliege ist und wer dahinter steckt. Dadurch bildet sich ein gewisses Vertrauensverhältnis. Es schon fast so, wie wenn man etwas von einem Freund kauft.

Die Verwendung des Plugins gestaltet sich relativ leicht. Der Download enthält die gezippten Files. Diese müssen nur noch per FTP in das Plugin-Verzeichnis von Wordpress geladen werden. Nach dem Aktivieren des Plugins ist im Admin-Menu der Menüpunkt „e-commerce“ zu sehen. Durch einen Klick auf diesen gelangt man zunächst in den Optionsbereich, wo man alles Wichtige einstellen kann. Es ist möglich, das Land und die Sprache auszuwählen. Die deutsche Übersetzung ist bei der mir vorliegenden Version (3.5.1) leider noch nicht komplett. Ab und zu sieht man deshalb die Marker, nicht den eigentlichen Text. Ich denke aber, dass man die fehlenden Übersetzungen im Frontend auch selbst noch ergänzen kann. Im Admin-Bereich sind die Marker i. d. R. aussagekräftig genug, um alles einstellen zu können. Die Steuern sowie die Währung lassen sich aber problemlos konfigurieren. Auch das Einfügen in das Template gestaltet sich sehr leicht. Der Einkaufswagen sowie die Kategorien können per Widget, PHP Code oder statische Seite eingebunden werden. Versandkosten lassen sich global und individuell einstellen. Wichtig ist auch, dass man eine so genannte „manuelle Zahlungsmethode“, also Banküberweisung, nutzen kann. Da viele Plugins für den amerikanischen Markt entwickelt wurden, ist das nicht selbstverständlich. In der Regel sind nur Kreditkartenzahlung und PayPal möglich.

Leider konnte ich eine lokale Testinstallation nicht zum Laufen bringen. Es wurde zwar alles so angezeigt, wie ich es konfiguriert hatte, aber leider konnte ich keine Produkte zum Warenkorb hinzufügen. Es blieb immer die Meldung „Updating“ stehen, aber es tat sich nichts.

Trotzdem macht dieses Plugin eine recht gute Figur. Von der Idee eines Shopsystems im Blog bin ich jedenfalls sehr begeistert.

Edit: Hatte den Link vergessen ;-) Hier geht es zum Plugin!

Benutzer zum Bookmarken bringen

25. August 2007

Damit neue Benutzer nach ihren ersten Besuch auch wieder zurück zur Webseite finden, brauchen sie in der Regel einige „Unterstützung“. Kaum einer merkt sich sofort nach dem ersten Besuch die Domain.

Falls kein Bookmark gesetzt wurde, versuchen die User in der Regel die Webseite auf demselben Weg zu finden, auf dem sie auch beim ersten Mal zu ihr gelangt sind. Hier gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder über Suchmaschinen oder über Links auf anderen Seiten. Das Problem bei beiden Verfahren ist, dass der User sich den Weg, auf dem er zur Webseite gekommen ist, gemerkt haben muss. Daran scheitern dann auch viele User. Um das Problem zu umgehen, muss man den User schon während des Aufenthaltes auf der Seite davon überzeugen, dass sich ein Bookmark lohnt. Das klingt vermutlich leichter wie es ist. Aber man muss sich hierbei vor Augen führen, wie oft man selber ein Bookmark setzt. Ich persönlich bookmarke vielleicht nur jede dreißigste Seite. Es will sich ja keiner mit überflüssigen Bookmarks überfluten.

Wie kann man nun den Benutzer vom setzten eines Bookmarks überzeugen?

Grundvoraussetzung ist ein interessierter Besucher. Meiner Meinung nach gilt, je mehr das Profil des Benutzers mit dem der Zielgruppe übereinstimmt, desto interessanter findet er das Webprojekt. Hier zeigt sich wieder die Bedeutung der Zielgruppenorientierung, wie ich sie bereits im Artikel „Zielgruppenorientierung als Erfolgsfaktor“ beschrieben habe: Viele nur teilweise interessierte User werden kaum ein Bookmark setzen. Nur stark interessierte Benutzer werden ein Bookmark setzen. Und solche erreicht man nur durch Zielgruppenorientierung.

Gehen wir nun davon aus, dass ein neuer Besucher zur Webseite gelangt. Im besten Fall landet er auf einer Seite, die ihm die Informationen gibt, die er braucht. Zumindest sollte sie ihn teilweise befriedigen. Aber aus diesem Grund alleine setzt er noch kein Bookmark. Er hat ja alle benötigten Informationen gefunden und meint deshalb, die Webseite nicht mehr zu brauchen. Deshalb verlässt er sie wieder. Damit ist ein potentieller Kunde verloren gegangen.

Um das zu vermeiden, muss dem Benutzer spätestens kurz vor Ende seines Aufenthaltes weiterführende Informationen angeboten werden. Das wird durch einige wenige Links im oder am Ende des Inhalts erreicht.

Beliebt sind hier sog. „Verwandte Artikel“. Für Blog-Systeme wie Wordpress gibt es dafür spezielle Erweiterungen, wie dieses hier.

Eine weitere beliebte Funktion ist eine Auflistung der meistgelesenen Artikel. Wenn diese Artikel für sehr viele interessant waren, dann interessiert sich wahrscheinlich auch ein neuer User dafür.

Außerdem sind globale Links (also solche, die auf allen Seiten zu sehen sind) hilfreich, wenn sie sehr viele Menschen interessieren dürfte, egal auf welchen Inhalt sie gestoßen sind. Ein gutes Beispiel hierfür ist zum Beispiel hier zu finden. Der Link ober mit dem Text “Auswertung der Blogeinnahmen ist online” dürfte sehr viele neue Benutzer interessieren. Er ist auf allen Seiten plaziert.

Ziel ist eine Überflutung des Benutzers mit interessanten Informationen. Er soll den Eindruck haben, auf jeder Seite des Webauftrittes wieder Links zu neue interessante Informationen zu erhalten. Nach einer Weile denkt sich der User, dass er innerhalb seiner begrenzten Zeit nicht alle Informationen aufnehmen kann. Deshalb setzt er ein Bookmark, um sich später nochmal damit zu beschäftigen. Und schon wurde das Ziel erreicht.

Hierbei sollte aber beachtet werden, dass dem Benutzer nicht zu viele „Lock-Links“ auf einmal angeboten werden. Sonst könnte er den Link-Block einfach wie Werbung ignorieren. Wenige kurze und prägnante Links werden wesentlich bewusster und intensiver aufgenommen. Um das durchklicken durch viele Seiten des Webauftrittes zu erreichen, sollten auf jeder Seite maximal 2 bis 3 interessante Links gesetzt werden. Mehr Linktext liest sich der Benutzer eh nicht durch.

Eine andere Technik wäre die Informationsüberflutung innerhalb einer Seite. Hierbei denke ich vor allem an Tutorials, Datentabellen und Listen mit Tipps. Die vielen aufgelisteten Fakten können nicht alle mit einmal aufgenommen werden. Eine numerische Liste der Schritte betont das Vorhandensein von vielen Fakten und trägt zur Informationsüberflutung bei. Tutorials haben zudem den Vorteil, dass der Benutzer denkt, sie später gebrauchen zu können. Selbst wenn es nicht die gesuchte Information ist, könnte dadurch der Benutzer zum Bookmarken angeregt werden. Sie stellen deshalb ein geeignetes Mittel dar. Es ist aber wichtig zu sagen, dass diese Methode den Benutzer im Gegensatz zur ersten Methode nicht mit der eigentlichen Seite vertraut macht. Deshalb ist es wichtig, den User im Tutorial den gesamten Inhalt / das gesamte Angebot der Seite zu erklären.

Weiterhin kann man den Benutzer durch sehr brisante / neuartige Informationen und geniale Funktionen zum Bookmarken anregen. Darunter verstehe ich sowas wie kleine AJAX Spielereien oder sehr markantes Layout. Auch sowas wie kleine selbst erstellte Tools (z. B. Werbeeinnahmenrechner) kann Erfolg bringen. Jedoch stellt sich das oftmals als sehr schwierig und vergleichsweise wenig effektiv heraus.

Den richtigen Mix zu finden, mag vielleicht recht schwierig sein, aber dafür ist ein Bookmark wie eine 100 % Garantie für einen nochmaligen Besuch. Durch ein Bookmark ist der erste Schritt zur Bindung von Benutzern getan.

Zielgruppenorientierung als Erfolgsfaktor

20. August 2007

Mit Verweis auf die Statistik über Blogeinnahmen aus dem Basic Thinking Blogs möchte ich in diesen Artikel den Vorteil von zielgruppenorientierten Webprojekten herausarbeiten. Dazu folgender Gedankenansatz:

Für wen erstellen wir eigentlich Webseiten? Natürlich für andere Menschen. Die Webseiten sollen informieren und / oder unterhalten. Und genau aus demselben Grund kommen auch User auf die Webseite. Sie wollen sich informieren und / oder unterhalten. Natürlich wollen sie ihr Bedürfnis so gut wie möglich befriedigen. Deshalb besuchen sie bevorzugt die Seiten, die ihnen die meisten und besten Inhalte bieten. Und wenn eine Webseite nicht mehr ihren Anforderungen genügt, dann werden sie diese auch nicht mehr besuchen und wandern zur Konkurrenz ab.

Um also möglichst viele Besucher auf die Seite zu locken, müssen die gebotenen Inhalte möglichst den Anforderungen dieser entsprechen. Je schlechter die Erwartungen der User und die Inhalte der Seite zusammen passen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Benutzer die Webseite wieder besucht. Jedoch ist dieses Verhältnis nicht proportional. Meistens reichen schon kleine Unstimmigkeiten und der Benutzer ist „verloren gegangen“, da eine konkurrierende Seite die Erwartungen noch besser trifft.

Warum sollte man seine Webseite zielgruppenorientiert gestalten? Weil man mehr Benutzer vollkommen anspricht. Solche Nutzer sind beständige Besucher, die sich auf der Webseite wohl fühlen. Würde man stattdessen die Benutzer nur teilweise ansprechen, so sind diese nach kürzester Zeit wieder verschwunden, weil sie eine passendere Webseite gefunden haben. Ein Beispiel: Man nehme 10 interessierte durchschnittliche Computernutzer und 10 Programmierer, die auf eine Webseite über Windowsprogramme losgelassen werden. Wenn die Webseite sowohl von dem Programmen an sich, als auch von der Programmierung spricht, sind beide Gruppen nicht richtig zufrieden. Die Durchschnittsuser verstehen bei Programmierung nur Bahnhof (werden abgeschreckt) und den Programmierern sind die Infos zu oberflächlich. Deshalb würden vielleicht je Gruppe 2 User die Webseite dauerhaft nutzen und weiterempfehlen. Wenn sich die Webseite aber auf die Programmierung spezialisiert, dann finden die Programmierer die Seite hochinteressant. Es würden wahrscheinlich mehr als doppelt so viele die Webseite positiv bewerten, weil sie so tiefgründige Informationen nirgendwo sonst finden. In diesem Beispiel gehe ich mal von 8 Benutzern aus. Die Durchschnittsuser werden die Seite fast zu 100 % ablehnen, also empfiehlt keiner die Webseite. Wie man sieht, ergeben sich 4 User ohne Spezialisierung und 8 (euphorische) User bei der Webseite mit Spezialisierung.

Nun mag man sagen, dass das Verhältnis der Benutzergruppen nicht stimmt. Der Durchschnitt bzw. die Allgemeinheit ist ja wesentlich größer als eine spezielle Gruppe. Das mag vielleicht richtig sein, jedoch werden mehr User durch die mittelmäßige Seite als durch die Spezialisierung abgeschreckt. Außerdem muss man beachten, dass die Benutzer bei Spezialisierung mit wesentlich höherer Wahrscheinlichkeit die Seite weiterempfehlen werden - ganz einfach, weil sie ihnen so gut gefällt. Eine mittelmäßige Seite ist ja nichts besonderes, davon gibt es viele. Warum sollte man sie dann empfehlen?

Jetzt könnte man meinen: „Dann schreibe ich ausführliche Informationen zu beiden Themen. Dann sollte doch jeder das bekommen, was er braucht.“ So sehr falsch mag dieser Ansatz gar nicht sein, aber man muss auch bedenken, dass das Erstellen von Inhalten viel Zeit beansprucht. Als Webmaster hat man nur begrenzt Zeit und begrenzte Mittel, die Webseite zu pflegen. Anstatt also gleich viel Zeit in beide Themen der Webseite zu stecken, sollte man lieber alle Kraft in ein Thema stecken. Die Benutzer werden auch hier wieder von den noch tiefgründigeren Informationen mehr begeistert sein.

Was heißt das also für Webseiten? Die Zielgruppe sollte klar definiert und besondere Merkmale und Bedürfnisse der Gruppe sollten herausgearbeitet werden. Mit diesem Wissen kann man individuell auf die Gruppe zugehen, richtig mit ihnen umgehen und sie dauerhaft an die Seite binden. Je spezieller, kleiner und genauer die Zielgruppe definiert, desto einfacher und effizienter ist die Inhaltsgestaltung. Damit ist auch langfristig der Erfolg gesichert.

SEO von Webseiten-Marketing.net

19. August 2007

Wenn es auf dieser Seite schon um SEO geht, dann sollte sie natürlich auch selber optimiert sein. Nachdem ich mehrere Einstellungen ausprobiert habe, möchte ich nun meine Ergebnisse präsentieren.

Wahl des CMS

Als ich mir erste Gedanken zu dem Projekt gemacht habe, entstand die Frage, in welcher Form ich meinen Seiteninhalt präsentieren möchte. Dabei ging es mir um die Frage, ob und wenn ja welches Content Management System (CMS) eingesetzt werden soll. Erst wollte ich eine „normale“ Internetseite erstellen. Das CMS dahinter wollte ich selber per PHP und MySQL programmieren. Leider musste ich feststellen, dass die Programmierung viel zu viel Zeit in Anspruch genommen hätte. Deshalb war meine nächste Idee, eine klassische Internetseite mit Typo3 zu erstellen. Davon war ich auch sehr überzeugt, aber dann stieß ich auf diesen Artikel bei http://www.gogozone.de/. Dort wurde behauptet, dass Blogs in der Google™-Suchmaschine aus Prinzip besser gerankt werden. Dieser Post hat meine Einstellung zu Blogs doch schon etwas besser gestimmt. Um diese Behauptung zu „prüfen“ habe ich bei Google™ nach einigen Stichworten bzw. Keyword-Phrasen gesucht. Und siehe da, fast alle Ergebnisse der Top 10 waren Blogs. Das war dann letztendlich der Grund, mal ein Blog auszuprobieren. Da die meisten Blogs der Top 10 auf Wordpress basierten, viel mir die Entscheidung für das richtige CMS nicht schwer.

Wahl der Domain

Als nächstes stand die Wahl einer Domain an. Das ist schon eine Wissenschaft für sich ;-). Meiner Meinung nach sollten in der Domain schon Keywords enthalten sein, da es einfach einen besseren Start garantiert. Keywords in der Domain werden besser gerankt, auch wenn nicht viel (siehe Sistrix Google™ Ranking Faktoren). Letztendlich viel meine Wahl auf Webseiten-Marketing.net, ich denke dass diese Domain auch den Inhalt recht gut trifft und das ist meiner Meinung nach auch wichtig.

Vermeidung von Duplicate Content über .htaccess

Nun war das Vermeiden von Duplicate Content an der Reihe. Nach ein paar Tests stellte ich fest, dass die Startseite über 3 verschiedene Links aufrufbar war:

  1. http://www.webseiten-marketing.net/
  2. http://webseiten-marketing.net/
  3. http://www.webseiten-marketing.net/machen-sie-mehr-aus-ihrer-webseite/

Zudem war jede Seite auch noch ohne abschließenden Slash aufrufbar. Daher war der erste Schritt die Erweiterung der .htaccess:

# BEGIN WordPress
<IfModule mod_rewrite.c>
RewriteEngine On
RewriteBase /

RewriteCond %{HTTP_HOST} !^www\.webseiten-marketing\.net$ [NC]
RewriteRule ^(.*)$ http://www.webseiten-marketing.net/$1 [R=301,L]
RewriteRule ^www\.webseiten-marketing\.net$ http://www.webseiten-marketing.net/ [R=301,L]
RewriteRule ^([a-zA-Z0-9-/]+[a-zA-Z0-9-]+)$ http://www.webseiten-marketing.net/$1/ [R=301,L]
RewriteRule ^machen-sie-mehr-aus-ihrer-webseite/$ http://www.webseiten-marketing.net/ [R=301,L]

RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]
</IfModule>

# END WordPress

Die ersten zwei Einträge sollen alle Anfragen ohne www auf die Domain mit www umleiten. Dann soll die Startseite nur über http://www.webseiten-marketing.net/ erreicht werden (mit abschließenden Slash). Außerdem soll die Startseite nur über die Domain mit abschließenden Slash erreichbar sein, nicht über die Adresse der Wordpress-Seite. Dasselbe gilt für die Adressen aller Seiten: Nur mit abschließenden Slash. Die Standard-Wordpresseinträge sollten natürlich auch nicht vergessen werden ;-).

Vermeidung von Duplicate Content über robots.txt

Schließlich erstellte ich noch eine robots.txt nach Empfehlungen verschiedenster Webseiten. Sie sieht nun so aus:

User-agent: *
Disallow: /cgi-bin
Disallow: /wp-admin
Disallow: /wp-includes
Disallow: /wp-content/plugins
Disallow: /wp-content/cache
Disallow: /wp-content/themes
Disallow: /trackback
Disallow: */trackback
Disallow: */*/trackback
Disallow: */*/feed/*/
Disallow: */feed
Disallow: /*?*
Disallow: /*?
Allow: /wp-content/uploads# Google Image
User-agent: Googlebot-Image
Disallow:
Allow: /*

# Google AdSense
User-agent: Mediapartners-Google*
Disallow:
Allow: /*

# Internet Archiver Wayback Machine
User-agent: ia_archiver
Disallow: /

# digg mirror
User-agent: duggmirror
Disallow: /

Ob damit alles abgedeckt ist, wird sich erst zeigen müssen. Im Moment bin ich noch am überlegen, alle Kategorien und Archive vom Suchindex auszuschließen. Das würde ich dann über einen meta Eintrag realisieren.

Mit diesen Einstellungen hoffe ich, möglichst gut gerankt zu werden. Natürlich fehlen noch die entscheidenden Backlinks, aber daran kann ich selber wenig ändern. Wenn ihr wollt, könnt ihr natürlich auf eurer Seite mein Blog verlinken :-)

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