Zielgruppenorientierung als Erfolgsfaktor
Mit Verweis auf die Statistik über Blogeinnahmen aus dem Basic Thinking Blogs möchte ich in diesen Artikel den Vorteil von zielgruppenorientierten Webprojekten herausarbeiten. Dazu folgender Gedankenansatz:
Für wen erstellen wir eigentlich Webseiten? Natürlich für andere Menschen. Die Webseiten sollen informieren und / oder unterhalten. Und genau aus demselben Grund kommen auch User auf die Webseite. Sie wollen sich informieren und / oder unterhalten. Natürlich wollen sie ihr Bedürfnis so gut wie möglich befriedigen. Deshalb besuchen sie bevorzugt die Seiten, die ihnen die meisten und besten Inhalte bieten. Und wenn eine Webseite nicht mehr ihren Anforderungen genügt, dann werden sie diese auch nicht mehr besuchen und wandern zur Konkurrenz ab.
Um also möglichst viele Besucher auf die Seite zu locken, müssen die gebotenen Inhalte möglichst den Anforderungen dieser entsprechen. Je schlechter die Erwartungen der User und die Inhalte der Seite zusammen passen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Benutzer die Webseite wieder besucht. Jedoch ist dieses Verhältnis nicht proportional. Meistens reichen schon kleine Unstimmigkeiten und der Benutzer ist „verloren gegangen“, da eine konkurrierende Seite die Erwartungen noch besser trifft.
Warum sollte man seine Webseite zielgruppenorientiert gestalten? Weil man mehr Benutzer vollkommen anspricht. Solche Nutzer sind beständige Besucher, die sich auf der Webseite wohl fühlen. Würde man stattdessen die Benutzer nur teilweise ansprechen, so sind diese nach kürzester Zeit wieder verschwunden, weil sie eine passendere Webseite gefunden haben. Ein Beispiel: Man nehme 10 interessierte durchschnittliche Computernutzer und 10 Programmierer, die auf eine Webseite über Windowsprogramme losgelassen werden. Wenn die Webseite sowohl von dem Programmen an sich, als auch von der Programmierung spricht, sind beide Gruppen nicht richtig zufrieden. Die Durchschnittsuser verstehen bei Programmierung nur Bahnhof (werden abgeschreckt) und den Programmierern sind die Infos zu oberflächlich. Deshalb würden vielleicht je Gruppe 2 User die Webseite dauerhaft nutzen und weiterempfehlen. Wenn sich die Webseite aber auf die Programmierung spezialisiert, dann finden die Programmierer die Seite hochinteressant. Es würden wahrscheinlich mehr als doppelt so viele die Webseite positiv bewerten, weil sie so tiefgründige Informationen nirgendwo sonst finden. In diesem Beispiel gehe ich mal von 8 Benutzern aus. Die Durchschnittsuser werden die Seite fast zu 100 % ablehnen, also empfiehlt keiner die Webseite. Wie man sieht, ergeben sich 4 User ohne Spezialisierung und 8 (euphorische) User bei der Webseite mit Spezialisierung.
Nun mag man sagen, dass das Verhältnis der Benutzergruppen nicht stimmt. Der Durchschnitt bzw. die Allgemeinheit ist ja wesentlich größer als eine spezielle Gruppe. Das mag vielleicht richtig sein, jedoch werden mehr User durch die mittelmäßige Seite als durch die Spezialisierung abgeschreckt. Außerdem muss man beachten, dass die Benutzer bei Spezialisierung mit wesentlich höherer Wahrscheinlichkeit die Seite weiterempfehlen werden - ganz einfach, weil sie ihnen so gut gefällt. Eine mittelmäßige Seite ist ja nichts besonderes, davon gibt es viele. Warum sollte man sie dann empfehlen?
Jetzt könnte man meinen: „Dann schreibe ich ausführliche Informationen zu beiden Themen. Dann sollte doch jeder das bekommen, was er braucht.“ So sehr falsch mag dieser Ansatz gar nicht sein, aber man muss auch bedenken, dass das Erstellen von Inhalten viel Zeit beansprucht. Als Webmaster hat man nur begrenzt Zeit und begrenzte Mittel, die Webseite zu pflegen. Anstatt also gleich viel Zeit in beide Themen der Webseite zu stecken, sollte man lieber alle Kraft in ein Thema stecken. Die Benutzer werden auch hier wieder von den noch tiefgründigeren Informationen mehr begeistert sein.
Was heißt das also für Webseiten? Die Zielgruppe sollte klar definiert und besondere Merkmale und Bedürfnisse der Gruppe sollten herausgearbeitet werden. Mit diesem Wissen kann man individuell auf die Gruppe zugehen, richtig mit ihnen umgehen und sie dauerhaft an die Seite binden. Je spezieller, kleiner und genauer die Zielgruppe definiert, desto einfacher und effizienter ist die Inhaltsgestaltung. Damit ist auch langfristig der Erfolg gesichert.
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